Semper Fi


 
Semper Fi (Semper Fidelis) ist der Wahlspruch des US Marine Corps und bedeutet "immer treu".
Ihre herausragende Rolle als vielseitig einsetzbare Expeditions- und Interventionsstreitmacht haben das Bild eines Eliteverbandes entstehen lassen.
 
Kaum eine andere Aussage passt besser auf den Holländischen Schäferhund (HH).
Ursprünglich war er als Schäferhund eingesetzt und stammt, wie der gelbe Kollege mit belgischen Migrationshintergrund, aus dem ehemaligen Brabant. Durch den Wegfall der Schafherden wurde der HH seit Anfang des 19. Jhd auch als Polizei/Kriegshund eingesetzt. Seine Aufgaben hierbei waren sehr vielfältig, wie z.B. ziehen der Waffenwägen, Sanitätshund, Spürhund, Meldehund und Verteidigung.
 
Der HH ist ein absolut treuer und unbestechlicher Begleiter der für seinen Hundeführer ohne mit der Wimper zu zucken durchs Feuer geht. Er braucht seine Familie, seinen Verbund, was ihn deswegen aber nicht zu einem Familienhund wie andere Rassen macht. Der HH ist aufgrund seiner Entwicklung ein Hund welcher mitunter eigenständige Entscheidungen trifft und sehr viel Mut besitzt. Auch wenn sein Wesen und seine Nerven stabil sind, muss er entsprechend seinen Anlagen ausgelastet werden. Da er in gewisser Weise ein Allrounder ist, eignet er sich für verschiedene Hundesportarten.

Der Herder ist ein Extremist, ein Macher, ein Woller, ein Immer, ein Arbeitshund, ein Gebrauchshund.
Ein Hund voller Energie, die wenn sie staut, explodiert. Ein Beschützer und Wächter, ein Fulltimejob, ein Zerstörer, ein Kuschler, ein Schatten, ein Draufgänger, eine Waffe.
Er himmelt seinen Führer an, wenn er richtig geführt wird oder er zerbeißt ihn, bei roher Gewalt. Alternativ bricht er zusammen. Er ist in allem ein Extremist - in Allem. Ganz oder gar nicht. Dazwischen gibt es nichts.
Er muss arbeiten oder er wird unausstehlich. Er ist einer der intelligentesten Hunde, die man sich vorstellen kann und dies fordert er ein. Er ist Opportunist und nutzt dies gnadenlos aus. Der Halter muss fit sein. Er muss bereit sein, alles über sein bisheriges Hundeleben in Frage zu stellen, zumindest zu hinterfragen. Er ist kein Hund wie viele andere, die wesentlich einfacher zu halten sind!  
 
--- Verfasser unbekannt ---

 

DER HOLLANDSE HERDER EIN KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS :

Die Hauptaufgabe des Holländischen Schäferhundes war ursprűnglich die eines Schäferhundes auf dem Land. Die Holländer hatten schon sehr frűh eine landwirtschaftliche Kultur, die unter anderem von Schafherden in Stand gehalten wurde. Die Hunde mussten die Herden von den Feldern fern halten, welches sie durch das patrolieren der Grenzen von Strassen und Feldern taten. Ausserdem begleiteten sie die Herden auf ihrem Weg zu den gemeinsamen Wiesen, Märkten und Häfen.

Auf dem Bauernhof hielten sie Hűhner fern von den Kűchengärten, sie hűteten die Kűhe und brachten sie zum Melken und zogen die Milchkarren. Ausserdem machten sie die Bauern auf Fremde, die sich dem Hof näherten, aufmerksam.

Um 1900 gab es kaum noch Schafherden in den Niederlanden. Durch seine flexiblen Fähigkeiten war der Holländische Schäferhund sehr fűr Hundetraining geeignet, welches zu dem Zeitpunkt beliebt wurde. So startete er also eine neue Karriere als Polizei-Hund, als Such- und Fährten-Hund und als Blinden-Hund.

Trotzdem ist er aber immer noch fähig Schafe zu hűten.

Der erste Rasse-Standard datiert vom 12. Juni 1898.

 

Rassestandart:

Der FCI Hollandse Herder

FCI – Standard Nr. 223/27. 01. 2010/ D

ŰBERSETZUNG :   Dr. J.-M. Paschoud, überarbeitet von Herrn Harry C.A. Hinckeldeyn.  Von Frau Christina Bailey überprüft und ergänzt.

URSPRUNG  :    Niederlande

DATUM DER PUBLIKATION DES GŰLTIGEN ORIGINAL- STANDARDS :  28.07.2009

KLASSIFIKATION FCI : Gruppe 1 Hűtehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)

Sektion 1  Schäferhunde Ohne Arbeitsprüfung

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Mittelgroßer, mittelschwerer, gut bemuskelter Hund von kräftigem, gut proportioniertem Kőrperbau. Ein Hund mit viel Ausdauer, einem lebhaften Wesen und intelligentem Ausdruck.

Die Rasse ist vom Haar abhängend in die folgenden Varitäten unterteilt: Kurz-, Lang- und Rauh-Haar.

WICHTIGE PROPORTIONEN : Die Länge des Kőrpers (von der Spitze des Brustbeines bis zum Ende des Sitzbeinhőckers gemessen) ist grőβer als die Hőhe am Widerrist, ungefähr 10:9, was zu einem trabenden Hund passt.

Die Proportionen der Länge des Schädels und des Fangs sind 1:1.

VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN) : Sehr treu und zuverlässig, immer aufmerksam, wachsam, aktiv, unabhängig, mit großer Ausdauer, intelligent, bereit folgsam zu sein und mit den Eigenschaften eines echten Schäferhundes ausgestattet. Der Holländische Schäferhund arbeitet gerne mit seinem Besitzer zusammen und erledigt unabhängig jegliche Aufgaben, die ihm gestellt werden.

Beim Hűten von grőβeren Herden muss er die Fähigkeit haben mit mehreren anderen Hunden zusammen zu arbeiten.

KOPF : In guter Proportion zum Kőrper. Von oben und von der Seite gesehen ist er keilfőrmig. Seine Form ist ziemlich länglich, ohne Falten, trocken, mit flachen Wangen und ohne ausgeprägtes Jochbein. Bei der Rauhhaarvarietät scheint der Kopf eine mehr viereckige Form zu haben, was nur eine optische Täuschung ist.

OBERKOPF :

Schädel : Flach

Stop : Wenig ausgeprägt aber klar sichtbar.

GESICHTSSCHÄDEL :

Nasenschwamm : Schwarz

Fang :  Etwas länger als der flache Schädel. Nasenrűcken gerade und parallel mit der oberen Linie des Schädels.

Lefzen : Anliegend und gut pigmentiert.

Kiefer / Zähne : Vollständiges Scherengebiss, kräftig, regelmäßig.

Augen : Dunkele Farbe und mittelgroß. Die Augen sind mandelfőrmig und etwas schräg platziert. Die Augen sollten nicht zu weit auseinander stehen und auch nicht hervor stehen.

Ohren : Mittlere Grőße. Im Erregungszustand stehen die Ohren hoch aufgerichtet.

HALS : Nicht zu kurz, trocken, ohne Wamme, allmählich in den Kőrper űbergehend.

KŐRPER : Kräftig aber nicht ohne Adel.

Rűckenlinie : Sanfter und weicher Űbergang vom Hals zur oberen Linie des Kőrpers, in welcher der Kopf und Hals in einer natűrlichen Pose gehalten werden.

Rűcken : Gerade und kräftig.

Lenden : Kräftig, weder lang noch schmal.

Kruppe : Etwas abfallend, nicht kurz.

Brust : Tief und lang genug, nicht schmal, Rippen etwas gewőlbt.

Untere Profillinie und Bauch : Etwas hochgezogen.

Vorderbrust :  Ziemlich gut entwickelt.

RUTE :

In Ruhe gerade nach unten hängend oder leicht gebogen reicht sie bis zu den Sprunggelenken. In der Bewegung wird sie elegant hőher getragen jedoch nie seitlich oder als Ringelrute.

GLIEDMASSEN :

VORDERHAND :

Die Vorderbeine sind kräftig, von guter Länge und gut bemuskelt.

Die Knochen sind solide aber nicht schwer. Immer senkrecht, in Form einer Geraden aber mit ausreichender Federung im Vorderfuβwurzelgelenk.

Schultern : Schulterblätter gut am Brustkorb anliegend und schräg.

Oberarm :  Ungefähr von gleicher Länge wie die Schulterblätter und gut gewinkelt mit den anschließenden Knochen.

Ellbogen : Gut anliegend.

Vorderpfoten  Oval. Zehen eng aneinanderliegend und gewőlbt. Nägel schwarz und elastische Ballen von dunkeler Farbe.

HINTERHAND  Die Hinterbeine sind kräftig und gut bemuskelt. Der Knochenbau ist solide aber nicht schwer. Nicht űbermäßig gewinkelt.

Schenkel und Unterschenkel: Von ungefähr gleicher Länge.

Sprunggelenk : Senkrecht unterhalb des Sitzbeinhőckers.

Afterkrallen : Nicht vorhanden.

Hinterpfoten : Oval. Zehen eng aneinanderliegend und gewőlbt. Nägel schwarz und elastische Ballen von dunkeler Farbe.

GANGWERK :  Der Holländische Schäferhund ist ein Traber mit einem fließenden, gleichmäßigen und geschmeidigen Gangwerk, ohne űbertriebenen Schub oder zu weit ausgreifend.

HAARKLEID

Haar :

Kurzhaar : Gewűnscht wird am ganzen Kőrper ein recht hartes nicht zu kurzes Haar mit Unterwolle. Kragen, Hosen und befederte Rute műssen deutlich sichtbar sein.

Langhaar : Am ganzen Kőrper langes, gerades, anliegendes sich grob anfűhlendes Haar ohne Locken oder Wellen und mit Unterwolle. Deutliche Kragen und Hosen.

Rute rundum reichlich behaart. Kopf, Ohren und Pfoten und auch die Hinterbeine unterhalb der Sprunggelenke sind kurz und dicht behaart. Die Rűckseite der Vorderbeine haben ein stark entwickeltes Haar, das nach unten zu den Pfoten in Länge abnimmt, die sogenannten Federn. Keine Fransen an den Ohren.

Rauhhaar :  Am ganzen Kőrper -abgesehen vom Kopf- dichtes, hartes, buschiges Haar und dichte Unterwolle. Das Haarkleid muss dicht geschlossen sein. Ober- und Unterlippe sollten reichlich behaart sein (der sogenannte Schnauz- und Kinnbart) und zwei gut entwickelte, struppige, harsche Augenbrauen, welche auffällig sind aber nicht űbertrieben.

Die Befederung ist nicht weich. Das Haar auf dem Schädel und an den Wangen ist nicht so stark entwickelt. Im Profil gesehen erscheint der Kopf quadratisch. Stark entwickelte Hosen sind erwűnscht. Die Rute ist rundum stark behaart. Die gestromte Farbe kann etwas weniger offensichtlich sein auf Grund des zerzausten Haares. Das Rauhaar sollte im Durchschnitt zweimal jährlich handgestrippt werden.

FARBE :

Gestromt. Die Grundfarbe ist Gold oder Silber. Die goldene Farbe kann von heller Sandfarbe bis zu kastanienrot variieren. Die Stromung erstreckt sich klar űber den ganzen Kőrper, auch an Kragen, Hosen und Rute. Zu viel schwarz ist unerwűnscht. Eine schwarze Maske ist bevorzugt.

Groβe weiße Markierungen an der Brust oder den Pfoten sind nicht erwűnscht.

GRŐβE UND GEWICHT :

Widerristhőhe:              Rűden :          57  -  62 cm

                                    Hűndinnen:    55  -  60 cm

FEHLER :  Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist. 

AUSSCHLIESSENDE FEHLER :

       •          Aggressiv oder ängstlich.

       •          Fehlender Rassetyp

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen  disqualifiziert werden.

N.B. Rűden műssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 

      

Nederlandse Herdershonden Club (NHC)

 

Der X-Hollandse Herder

X-Hollandse Herder werden alle gestromte Hunde genannt, X-Mechelaar nennt man malifarbene, X-Mechelaar zwart werden rein schwarzen Hunde (schwarze "Malis") benannt und dann gibt es noch „X-Duitse Herder“ (also X-Deutsche Schäferhunde).

Es wird hier also eher Wert auf einen belastbaren, gesunden Arbeitshund gelegt. Die Hunde haben zwar Abstammungsnachweise – von den meisten Hunden sind sogar sehr viele Generationen bekannt – aber natürlich nichts offizielles, da es sich ja um Mischlinge handelt.

Es gibt aber auch hier Blutlinien die über mehrere Generationen auf gestromt oder auf malifarben gezogen werden, genauso wie es richtige Mischverpaarungen gibt.

Dennoch gibt es auch (zwar eher wenige) rasserein gezogene Hunde, zwei Links hierzu wären www.bloedlijnen.nl (eine Datenbank der verscheidenen KNPV-Blutlinien) oder www.knpv.nl (die offizielle Homepage der KNPV).

K.N.P.V. bedeutet Königlich Niederländische PolizeihundeVereinigung - Die Philosophie der K.N.P.V. war immer ganz klar. Es sollte sich nur um die wesentlichen Dinge im Hund drehen. Alleine die Gesundheit und damit die Arbeitsfähigkeit waren ausschlaggebend für die Zucht. Diese Philosophie wurde in einem sehr starken Maß bis heute weitergegeben. Dies konnte zum einen durch die umfangreiche Prüfungsordnung erreicht werden, zum anderen durch den Stolz der Mitglieder die stets bestrebt waren nur mit den Besten der Besten zu züchten!!

KNPV ist Selektion auf höchstem Niveau, nicht umsonst werden jährlich sehr viele Hunde mit Zertifikat (PH 1, PH 2 oder Objekt) an verschiedene Behörden, Einrichtungen und Vereinigungen weltweit verkauft. (Quelle: PHV “De Huifkar”)

Da bei der KNPV Leistung und Gesundheit im Vordergrund steht, das Optische oder die Farbe aber weniger wichtig ist, wird züchterisch meist auch nicht wirklich eine bestimmte Rasse gezogen – hier wird eher „guter Hund“ mit „gutem Hund“ verpaart und das oft rasseunabhängig. Daher sind die meisten in der KNPV gezogenen Hunde auch Kreuzungen (meist zwischen Herdern und „Malis“, aber es gibt auch Linien wo man den Grönendael, den deutschen Schäferhund und dergleichen findet). Für diese Kreuzungen - egal ob in beispielsweise 1. oder 7. Generation - steht das X.

Erziehung

Durch seine Charaktereigenschaften braucht er eine konsequente Erziehung, vor allem auch um diese Eigenschaften in die richtige Richtung entwickeln zu können. Gute Welpenkurse, Junghundekurse und Grundkurse sowie die nötigen Sozialkontakte zu anderen Hunden & Tieren sind unerlässlich für diesen Hund. Der Holländer spielt gerne etwas "lauter" und rabiater als andere Hunde und er zeigt recht oft noch ein ganz uriges Beute-Jagdverhalten. Weitere Eigenarten des Holländers ist das "Zähne zeigen" bei Freude und er nimmt bei überschäumendem Temperament schon mal gerne die Hand oder den Arm in den Fang. Diese Eigenarten des Holländers sollte man wissen, damit man es nicht falsch deutet. Auch das richtige "heulen" des Holländers erinnert noch sehr an den Ursprung des Hundes und zeigt auf, wie naturbelassen diese Rasse doch noch ist.

Mit Rücksichtslosigkeit und Gewalt erreicht man bei diesem Hund rein gar nichts. Er ist ein temperamentvoller, eifriger und sehr lernwilliger Hund, der durch die richtige Motivation sehr führig in der Ausbildung ist.

Das Training sollte abwechslungsreich und anspruchsvoll sein, da der Holländer ein echter Arbeitshund geblieben ist. Er ist in allen Sparten des Hundesports zuhause, wie z.B. VPG/IPO, Agillity, THS, Obedience, Fährte etc. Auch im Dienst hat er sich als Schutzhund, Rettungshund und Spürhund bereits sehr erfolgreich etabliert.

Der Holländer zählt nicht zu den Gebrauchshunderassen und das hat auch seine Gründe. Vielen Rassen hat die "Zugehörigkeit" letztendlich nur geschadet und der Holländer sollte nicht zum "Sportgerät" deklariert werden. Er ist ein kerngesunder Arbeits- und Familienhund, der bei guter Erziehung und Ausbildung zu allem zu "gebrauchen" ist - ein echter Allrounder eben! (Quelle: http://www.hscd-ev.de)


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